Freitag, 22 Februar 2013 00:00

Drei Gründe warum Patienten Social Media Tools verwenden sollen

Den wenigsten Personen ist bekannt, welche ungeheuren Möglichkeiten die neuen "Sozialen Dienste" bzw. die Social Media Tools für Patienten bieten. In diesem Beitrag möchte ich vor allem auf die Erfahrungsberichte aus Kanada zurückgreifen (Dsani, 2013), denn sowohl in Österreich als auch in Deutschland sind diese Möglichkeiten weder von der Experten- noch von den Patientenseite bisher als solche erkannt worden.

Sofern es aber gelingt, die neuen Möglichkeiten effektiv zur Versorgung mit evidenzbasierten bzw. hochwertigen Informationen zu nützen, kann Social Media ein wertvolles Medium für viele Patienten werden.

Drei Gründe warum  die Verwendung von Social Media für Patienten Vorteilhaft sein Kann:

1.) Viele Gesundheitsdienstleister (z.B.: Krankenhäuser) und andere Informationsbereitsteller sind online und bereit mit Ihnen zu kommunizieren. 

Im Vorfeld muß ich aber anmerken, dass die meisten Informationsbereitsteller in englischer Sprache kommunizieren, langsam nehmen aber auch die deutschsprachigen Anbieter zu. 

Einen starken Zulauf verzeichen hier vor allem Facebook und Twitter. Verschiedene Gesundheitsorganisationen und Dienstleister bauen hier Ihre Präsenzen aus. In Kanada ist es so, dass es möglich ist, seinen behandelnden Arzt zu "folgen", um mehr über Ihn, seine Arbeit und seine Interessen zu erfahren. Weiters können Sie auch Kliniken "folgen", von diesen werden immer wieder wichtige Ankündigungen und Forschungsfortschritte veröffentlicht.

Sie können nun mit Studienautoren aus aller Welt treten und erhalten vielfach innerhalb von kurzer Zeit eine Antwort. Ihnen stehen somit theoretisch kostenlos Experten aus aller Welt zur Verfügung. Sie haben eine wichtige themenrelevante Frage zu einem Tweet? Scheuen Sie nicht zurück und antworten Sie auf den Tweet. Wahrscheinlich bekommen Sie einen Antwort - ein Versuch lohnt sich. 

 

2.) Steigerung der Gesundheitskompetenz samt nachhaltigen WissensAufbau

Twitter beispielsweise versorgt Sie rund um die Uhr mit kostenlosen Informationen, aktuellen Studienergebnissen und Forschungsfortschritten im Bereich der Gesundheit. Wenn es Ihnen dabei gelingt, den richtigen Mix aus Anbietern zu finden, dann profitieren Sie enorm.

Besonders patientenfreundliche Informationen werden beispielsweise von "About Kids Health" angeboten, von Patientenvertretungen z.B.:Canadian Patient Safety Institute oder von Gesundheitsjournalisten z.B.: vom Globe & Mail Public Health Reporter Andre Picard. Das ist natürlich nur ein kleiner Auszug aus den bestehenden (englischsprachigen) Angeboten. In einem der späteren Beiträge werde ich weitere und vor allem deutschsprachige Empfehlungen aussprechen. 

Patienten sollten sich aber auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass diese technischen Möglichkeiten Ihnen soviel neues Potential zum Verstehen und Verbessern Ihrer eigenen Gesundheit bieten, wie nie zuvor.

 

3.) Patienten können Ihre Erfahrungen in "virtuellen Selbsthilfegruppen" teilen

Social Media hat ein neues Umfeld geschaffen, in dem sich die Patienten über das Internet über Ihre Probleme, Sorgen und Ideen austauschen können. Vermutlich aber das größte Potential entfaltet es dadurch, weil sich sehr viele Patienten relativ zeitnah über Ihre Höhen und Tiefen, Nebenwirkungen von Therapien und über die sozialen und psychologischen Aspekte der Krankheit austauschen können. Besonders häufig genutzt wird diese Möglichkeit von Personen mit Brustkrebs und rheumatischer Arthritis.

 

Es sind aber noch weitere Forschungsarbeiten notwendig, um die Patienten und die Gesundheitsexperten besser miteinander zu vernetzen. Das Ziel muss es sein, dass evidenz-basierte also gesicherte Informationen in leicht verständlicher Weise zur Verfügung gestellt werden können. Das Problem dabei ist, dass nicht alle Informationsquellen vertrauenswürdige Informationen anbieten. Die Leser dieses Blogs haben aber bereits erfahren, wie Sie hochwertige Informationen im Internet finden  und wie Sie selbständig eine Qualitätsbeurteilung (siehe HONCode) eines bestehenden Angebotes durchführen können.

Gerade aus diesem Grund ist es auch notwendig, dass nicht nur Patienten die Suche nach hochwertigen Informationen erlernen und trainieren, sondern sich auch die Gesundheitsexperten mit dieser Thematik auseinandersetzen. Denn es ist die Aufgabe der Experten, die Patienten über die Vorteile von Social Media aufzuklären. Wie können Sie eine solche Herausforderung meistern, wenn dazu das notwendige Wissen fehlt?

Wenn Sie das nächste Mal die Praxis Ihres Vertrauensarztes betreten, dann fragen Sie Ihn nach seiner "Social-Media-Kommunikationsstrategie".  Seinen Sie so freundlich und teilen Sie den Lesern die Antwort mit.

Vernetzen Sie sich mit mir auch auf FacebookTwitter und Xing!

 

Quelle:

Dosani, N. (2012). 3 Reasons Why Patients should consider using Social Media. Link

 

Letzte Änderung am Sonntag, 29 Juni 2014 19:20

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