Donnerstag, 23 April 2015 07:14

Gesund sein, gesund bleiben

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Damit die Österreicherinnen und Österreicher weiterhin richtig und eigenverantwortlich Entscheidungen in Gesundheitsfragen treffen können, wurden Maßnahmen ergriffen, die auf eine Steigerung der eigenen Fähigkeiten abzielen. Damit aber am Ende ein gesünderes Österreich Wirklichkeit wird, wurden 2012 zehn Rahmen-Gesundheitsziele von der Bundesgesundheitskommission definiert. Eines davon zielt speziell auf Förderung der angesprochenen Fähigkeiten ab. Wie bereits in der vorangegangen Ausgabe zu lesen war, nimmt unser Eggenberg in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein.

Wir alle verfügen bereits über eine Vielzahl von Erfahrungen und Kenntnissen, die uns dabei helfen, täglich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Was passiert, wenn diese aber unzureichend oder nur gering ausgeprägt sind? Grundsätzlich könnte man davon ausgehen, dass selbst diesen Personen durch unser umfangreiches Netzwerk an Gesundheitsdienstleistern geholfen werden kann und somit keiner eine gesundheitliche Benachteiligung zu erwarten hat. So einfach ist es leider nicht. Wir alle haben die Konsequenzen von gering ausgeprägten Gesundheitskompetenzen zu tragen. Es ist bereits seit Jahren bekannt, das in der österreichischen Bevölkerung jeder Zweite kaum dazu in der Lage ist, die an ihn gestellten Herausforderungen in Gesundheitsfragen zu bewältigen. Die individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen reichen somit nicht mehr aus, um den sich ständig steigenden Herausforderungen des Gesundheitssystems und der eigenen Gesundheit in all seiner Komplexität zu begegnen. Die Betroffenen sind deswegen nicht ständig krank, viel mehr beeinflusst die geringe Gesundheitskompetenz folgende Fähigkeiten:

  • Zu erkennen, wann es notwendig ist, einen Arzt aufzusuchen
  • Wie die persönliche Krankengeschichte vollständig und kurz einem Gesundheitsexperten geschildert werden kann
  • Wie notwendige Schreibarbeiten (z.B.: Antragsformulare) ausgefüllt werden müssen
  • Wie Medikamente entsprechend den Anweisungen eingenommen werden sollen
  • Wie im Falle von chronischen Erkrankungen richtig gehandelt werden soll
  • Wie auf Impfempfehlungen oder Einladungen zu Vorsorgeuntersuchungen reagiert werden soll

Es könnte jetzt natürlich vermutet werden, dass die aufgezählten Punkte nur bestimmte Personengruppen (Risikogruppen) wie beispielsweise Immigranten oder ältere Menschen betreffen. Erinnern wir uns aber daran, dass jeder zweite Österreicher in diesen Bereichen Schwierigkeiten hat. Es ist somit ein Problem, dass die gesamte Gesellschaft betrifft, denn dieser Umstand hat direkte Auswirkungen auf die Kosten im Gesundheitssystem. Groben Schätzungen zur Folge wird davon ausgegangen, dass 3-5 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben, die im Jahr 2013 bereits über 34,8 Milliarden Euro gelegen sind, dadurch verursacht werden. Es gibt somit nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Interesse daran, eine Verbesserung zu erreichen.

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat zu diesem Zweck die Broschüre „Kompetent als Patientin und Patient“ entwickelt, die darauf abzielt, jedem das dafür nötige Rüstzeug zu vermitteln. Sie ist kostenlos über das Internet anzufordern oder kann direkt auf den Computer als Textdokument geladen werden. Inhaltlich zielt die Broschüre beispielsweise darauf ab, wie gesundheitsrelevante Informationsangebote auf deren Vertrauenswürdigkeit hin überprüft werden. Wir glauben nämlich oft, dass die uns präsentierten Informationen über die Medien oder im Internet sicher richtig sein werden. Nicht selten sind diese Informationen unvollständig oder verfälscht dargestellt, es macht daher durchaus Sinn, sich mit dieser Problematik auseinander zu setzen.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Alexander Riegler gerne telefonisch unter 0664-4233624 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Bildquelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger

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