21/05/2016

Facebook-Beitrag - Impfen

geschrieben von

Vor kurzem bin ich auf Facebook auf einen Artikel gestoßen, der mein Interesse geweckt hat. Der Titel „Regierung gibt zu – Impfungen verursachen Autismus schwere körperliche/psychische Schäden . . .“, geteilt von einer Krankenschwester.

Eine kurze Recherche in Google und auf Facebook hat schnell gezeigt, dass das Thema Impfungen auch im Internet sehr kontrovers diskutiert wird. Impfgegner und Impfbefürworter bleiben sich in diesen Auseinandersetzungen nichts schuldig. Für mich ist das ein Grund, mich in meinem heutigen Beitrag von der sachlichen Seite diesem Thema zu nähern, denn wer über ausreichend Gesundheitskompetenzen verfügt, der soll sich selbst eine Meinung bilden können und nicht den Versprechen der einen oder anderen Seite erliegen. Impfungen selbst gehören heute zu den häufigsten medizinischen Maßnahmen, ihr Ziel ist es, sowohl für den Einzelnen als auch für die gesamte Bevölkerung einen Nutzen zu stiften.

Sind Impfungen aber gefährlich oder gar überflüssig? Schaden Sie mehr als Sie nutzen? Ist alles eine Lüge der Pharmafirmen?

Impfgegner behaupten oft, dass die Wirksamkeit von Impfungen niemals belegt und krankmachende Erreger noch nie gesehen oder isoliert wurden. Zudem kursieren Horrorgeschichten, die weitere Ängste schüren. Ist es somit unverantwortlich, die eigenen Kinder einem möglichen Impfrisiko auszusetzen?

Um Antworten auf meine Fragen zu bekommen, habe ich mich auf die Suche nach vertrauenswürdigen Informationen im Internet gemacht. Gezielt gemieden habe ich hier Diskussionsforen oder diverse Zeitungsartikel. Mir war es wichtig, unabhängige Informationsquellen zu finden. Die Arbeiten des Robert-Koch-Institutes in Deutschland (rki.de) gelten für mich als sehr seriös und vertrauenswürdig, daher suchte ich dort nach Antworten.

Impfstoffe erhalten nur dann eine gesetzliche Zulassung, wenn ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit nachgewiesen wurden. Besonders interessant fand ich dabei das angeführte Beispiel mit einem bestimmten Bakterium (Haemophilus influenzae), dieses kann eine schwere Hirnhautentzündung bei Säuglingen und Kleinkindern auslösen. Verglichen wurden Länder in denen geimpft und nicht geimpft wurde. Kam es zu keiner Immunisierung durch eine Impfung, so traten mehr als 110 Fälle der Hirnhautentzündungen auf, mit Impfung waren es weniger als zehn.

Das es Bakterien und Viren gibt, steht für mich aufgrund meiner praktischen und theoretischen Ausbildung außer Frage. Falls jemand ein Mikroskop zu Hause hat, dann kann er beispielsweise die Existenz von Bakterien in einer naturbelassenen Wasserprobe (z.B.: aus einer Pfütze) selbst nachweisen.

Kein Mythos ist jedoch, dass es früher eine Schluckimpfung gab, die in seltensten Fällen zu Kinderlähmung (Poliomyelitis) führte. Eine Tatsache, die Impfgegner immer wieder in Diskussionen bringen und von den Impfbefürwortern nicht geleugnet werden darf. Dieser Umstand hat aber dazu geführt, dass genau diese Schluckimpfung mit dem vorhandenen Lebendimpfstoff nicht mehr durchgeführt wird und es daher seitdem auch KEINE Erkrankungen mehr gegeben hat.

Von Seiten der Impfbefürworter hört man wiederum seltener, dass keine einzige Impfung ausnahmslos alle Geimpften schützen kann. Richtig ist aber, dass dadurch das Erkrankungsrisiko deutlich gesenkt wird. Falls notwendig, müssen Termine für allfällige Auffrischungsimpfungen unbedingt eingehalten werden, denn ohne die Auffrischungen kann keine zuverlässige Schutzwirkung sichergestellt werden. Im Falle von Tuberkulose beispielsweise werden Kinder nicht vollständig vor einer möglichen Infektion geschützt, sondern nur vor den schlimmsten Komplikationen.

Im Sinne der sachlichen Betrachtung sollte auch die Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die immer wieder Impfempfehlungen ausspricht, ganz kurz angesprochen werden. Die WHO finanziert sich über Beitragszahlungen der Mitgliedsländer. Nachdem deren Gelder nicht mehr ausreichen, ist die WHO auf „freiwillige Zuwendungen“ angewiesen. Diese Geldgeber wollen dann aber auch mitbestimmen, ein Umstand, der manche Entscheidungen und Empfehlungen (Stichwort Schweinegrippe) in ein schlechtes Licht rücken lassen.

Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass viele Argumente der Impfgegner nicht mehr zeitgemäß und somit nicht mehr relevant sind. Jedoch ist auch die Bevormundung von Eltern durch Impfbefürworter keine Lösung. Wenn Eltern einen besseren Zugang zu Informationen im Sinne einer besseren Aufklärung erhalten würden, dann würden sich Mythen nicht mehr so lange in der Gesellschaft halten und der Nutzen gegenüber einem immer bestehenden Risiko besser abwogen werden können. Wer jedoch einmal die deformierten Gliedmaßen eines Kindes in Folge von Kinderlähmung selbst gesehen hat, der nimmt in Zukunft einen kleinen Stich gerne in Kauf.

Quelle: RKI.de; WHO Finanzbericht,

Gewinnfrage:

Vor was schützt eine Zeckenimpfung

  1. Vor einer Infektion durch den FSME-Virus?
  2. Vor weiteren lästigen Bissen durch Zecken?

Was bedeutet die Abkürzung WHO?

  1. Weltgesundheitsorganisation
  2. Wir haben offen

Übermitteln Sie mir Ihre Antwort bitte per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Unter allen richtigen Einsendungen wird ein Gewinner oder eine Gewinnerin mittels Zufallsprinzip ermittelt. Zu gewinnen gibt es „Das Ideenbuch“. Viel Erfolg wünscht Alexander Riegler. Die Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.alexanderriegler.at“.

Letzte Änderung am 21/05/2016

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