Sonntag, 19 Februar 2012 00:00

Glossar

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Hier finden Sie eine Auswahl von Begriffen, die im Bereich des Gesundheitswesens und vor allem in Public Health häufige Verwendung finden.

 

Absolutes Risiko: Darunter versteht man die Angabe eines Wahrscheinlichkeitswertes, mit dem ein Gesunder in einem bestimmten Zeitraum erkranken wird, dies geschieht in Abhängigkeit vom Alter und individuellen Risikofaktoren und unter entsprechender Berücksichtigung konkurrierender Risiken.


Allokation: Unter Allokation (lat.: locare, mlat.: allocare „platzieren“, im weiteren Sinne „zuteilen“) versteht man allgemein die Zuordnung von beschränkten Ressourcen zu potentiellen Verwendern. Kennzeichnend ist, dass eine bereits allozierte Ressource nicht gleichzeitig einem anderen Subjekt oder Objekt zur Verfügung stehen kann.


Atiologische Modelle: Die Ätiologie (v. griech. ατία = „Ursache“ und λόγος = „Vernunft, Lehre“) ist eine Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Ursache von Krankheiten beschäftigt. In der Antike wurde der Begriff auch von philosophischen Schulen für die Lehre von den Ursachen verwendet. Das Adjektiv ätiologisch bedeutet dementsprechend "die Ätiologie betreffend" oder "ursächlich, begründend, kausal".Der Begriff „Ätiologie“ bezeichnet in der Medizin, der Klinischen Psychologie und besonders in der Epidemiologie die Lehre von den Ursachen der Krankheiten die Gesamtheit der Faktoren, die zu einer gegebenen Krankheit geführt haben. Siehe auch Pathogenese (Entstehung und Entwicklung von Krankheiten) und Pathologie.


Barrierefreiheit: Internetseiten sollten auch für Menschen mit Behinderung lesbar sein. Aus diesem Grund werden Seiten speziell aufbereitet und somit leichter zugänglich für Personen mit Einschränkungen.


Capacity Building ist eine entwicklungsorientierte Gesamtstrategie (Strukturbildung) der Gesundheitsförderung die auf verschiedenen Ebenen wirken muß (z.B.: Makroebene: Bund; Mesoebene: Setting; Mikroebene: Gruppen und Individuen;). Dabei spielt die Analyse der vorhandenen Strukturen und die Bildung tragfähiger Netzwerke eine entscheidende Rolle. Als Zielebereiche gelten Bildung, Forschung, Leadership und Qualitätsmanagement, Gesundheitskultur und Partizipation.


Capacity Building: Unter „Capacity Building“ wird der Prozess verstanden, in dem Informationen und Erkenntnisse zugänglich gemacht und verbreitet werden, ein differenziertes Problembewusstsein entstehen kann und die notwendigen Fähigkeiten im Umgang mit und zur Bewältigung der Problematik erworben werden. Capacity Building findet auf politischer, gesellschaftlicher, sozialer, institutioneller und individueller Ebene statt.


Chat: bezeichnet elektronische Kommunikation in Echtzeit, zumeist erfolgt diese per Internet.


Coping: bewältigen (z.B.: Coping Strategien - frei übersetzt: Möglichkeiten ein Problem zu lösen)

Die Inzidenz ist eine epidemiologische Maßzahl und damit Fachausdruck aus der medizinischen Statistik. Sie gibt die Anzahl der Neuerkrankungen an einer bestimmten Krankheit in einer Bevölkerungsgruppe definierter Größe, (oft pro 100.000 Einwohnern, was präzise ausgedrückt eigentlich die Inzidenzrate meint) während einer bestimmten Zeit, üblicherweise in einem Jahr an. In der medizinischen Statistik die Anzahl der Neuerkrankungen in einer Bevölkerungsgruppe an einer bestimmten Krankheit während einer bestimmten Zeitspanne.


Die Letalität (von lat. letalis tödlich) oder Fatalität (von engl. fatality) bezeichnet die „Tödlichkeit“ einer Erkrankung, eines Giftstoffs oder einer Waffe. Letal ist der medizinische Begriff für tödlich, mit tödlichem Ausgang. Zur Ermittlung der Letalitätsrate berechnet man das Verhältnis der Menschen, die an einer bestimmten Krankheit in einem bestimmten Zeitraum (z. B. einem Jahr) verstorben sind, zur Anzahl derer, die innerhalb einer definierten Population an der Krankheit neu und akut erkrankt sind. Meist wird dieses Verhältnis als Prozentzahl oder in Promille angegeben, seltener als Wert zwischen 0 und 1. „Null“ bedeutet in beiden Fällen, dass niemand an dieser Krankheit stirbt. Die Angabe der Letalität eignet sich vornehmlich für akute Erkrankungen, denn prinzipiell müssen alle diagnostizierten Fälle bis zum Tod oder definitiver Heilung des einzelnen Patienten verfolgt werden. Neue Diagnosemöglichkeiten und Heilverfahren können bei einer bestimmten Krankheit über sehr kurze oder sehr lange Zeit zu einer dramatischen Veränderung der Letalität führen. Umgekehrt kann durch eine drastische Verschlechterung im Gesundheitswesen die Letalität einer Erkrankung deutlich – wenn vielleicht auch erst nach Jahren – zunehmen.Entscheidende Bedeutung bei der Bestimmung der Letalität hat oft das Stadium, in dem eine Erkrankung diagnostiziert wird.


Die Mortalität (von lat. mortalitas das Sterben), Sterblichkeit oder Sterberate ist ein Begriff aus der Demografie. Sie bezeichnet die Anzahl der Todesfälle, bezogen auf die Gesamtanzahl der Individuen oder, bei der spezifischen Sterberate, bezogen auf die Anzahl der betreffenden Population, meist in einem bestimmten Zeitraum.Die rohe Mortalität ist die Anzahl der Todesfälle pro Gesamtbevölkerung pro Zeit, beispielsweise pro 1000 Personen und ein Jahr. Die altersspezifische Mortalität, zum Beispiel Kindersterblichkeit, gibt die Todesfälle pro Altersklasse pro Zeit an. Letalität ist die Mortalität bezogen auf die Gesamtzahl der an einer Krankheit Erkrankten. Bei der Säuglings- oder Müttersterblichkeit bildet die Zahl der Ereignisse (Geburten) die Bezugsgröße, nicht die Bevölkerungsgröße. Differenzen in der Regulation der Genexpression, die wiederum von der Kombination mehrerer einwirkender Noxen abhängen können.


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Download: beschreibt einen Begriff, bei dem Daten im Internet aufgerufen und dann auf dem eigenen Computer gespeichert werden.


Effekte: Beschreibt Auswirkungen, die auf eine Ursache folgen.


E-Mail: Als ‚elektronische Post‘ werden Nachrichten bezeichnet, die über das Internet verschickt werden. Dabei können neben Texten beliebige Daten mitgeschickt werden, z. B.: Bilder, Musik, Video- und Sounddateien, Programme.


Empowerment darunter versteht man die Befähigung zum selbstbestimmten Handeln, es ist ein Prozess, durch den Menschen lernen Herausforderungen zu bewältigen, Probleme zu lösen, Bedürfnisse auszudrücken und sich die dafür notwendigen Ressourcen zu verschaffen (Auszug aus der Ottawa Charta: „ ... to enable all people to achieve their fullest health potential ... “). Zum Einsatz kommt dieses Konzept neben der Gesundheitsförderung auch in der Selbst- und Entwicklungshilfe, unterschieden wird somit zwischen der Befähigung von Individuen oder Gemeinschaften zum selbstbestimmten Handeln. Einen Anstoß, Begleitung und/oder Unterstützung zu diesem Prozess können Experten und Fachleute geben, indem sie partizipative Methoden oder Strukturen anbieten oder bereits vorhandene Fähigkeiten fördern (Quelle: http://www.gesundeschule.at/)

 Evidenz, evidenzbasiert: In Bezug auf die „evidenzbasierte Medizin“ steht dieser Begriff für Informationen aus wissenschaftlichen Studien, die einen Sachverhalt widerlegen oder erhärten. Von der methodischen Güte der zugrunde liegenden Studien hängt die Qualität der Evidenzlage ab.

Gender Mainstreaming: Der Begriff Gender Mainstreaming („Etablieren der Perspektiven sozialer Geschlechter“, „geschlechtersensible Folgenabschätzung“, „Integration der Gleichstellungsperspektive“, „durchgängige Gleichstellungsorientierung“) bezeichnet den Versuch, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. Der Begriff wurde erstmalig 1984 auf der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und später auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking propagiert. Bekannt wurde Gender Mainstreaming insbesondere dadurch, dass der Amsterdamer Vertrag 1997/1999 das Konzept zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union machte. Gender Mainstreaming unterscheidet sich von expliziter Frauenpolitik dadurch, dass „beide Geschlechter gleichermaßen in die Konzeptgestaltung einbezogen werden sollen. Das Ziel wird in Deutschland von weiten Teilen des politischen Spektrums anerkannt und von der Bundesregierung unterstützt.


Gesundheit: Eine der wohl bekanntesten Definitionen von Gesundheit stammt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ („Health is a state of complete physical, mental and social wellbeing and not merely the absence of disease or infirmity.”).


Gesundheitsförderung: Auszug aus der Ottawa Charta (WHO, 1986) Gesundheitsförderung ist ein Prozess der darauf abzielt, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen um damit eine Befähigung zur Stärkung ihrer Gesundheit zu erreichen. Damit ein umfassendes soziales, körperliches und seelisches Wohlbefinden erlangt werden kann, ist es notwendig, dass Einzelne und auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen können, ihre Hoffnungen und Wünsche verwirklichen und wahrnehmen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können. Somit kann die Gesundheit als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens verstanden werden und nicht als vorrangiges Lebensziel. In diesem Sinne kann Gesundheit durchaus auch als ein positives Konzept verstanden werden, das ich gleicher Weise die Bedeutung individueller und sozialer Ressourcen für die Gesundheit betont sowie auch die körperlichen Fähigkeiten berücksichtigt. Die Verantwortung für die Gesundheitsförderung ist daher nicht alleine im Gesundheitssektor zu suchen, sondern auch in allen Bereichen der Politik. Diese Verantwortung bleibt aber nicht alleine auf die Entwicklung gesünderer Lebenswelten beschränkt, sondern umfasst auch die Förderung von umfassenden Wohlbefinden.


Implikation: Eine Implikation (von lat. implicare, „einwickeln“) bezeichnet: bildungssprachlich die Einbeziehung einer Sache in eine andere; ein mitgemeinter, aber nicht explizit ausgedrückter Bedeutungsinhalt.In der Logik die Verknüpfung von Aussagen a und b, zu einer Aussage der Form „wenn a, dann b“. Es werden eine Reihe sehr unterschiedlicher Aussageverknüpfungen als Implikation bezeichnet, der Begriff ist daher mehrdeutig. Zum einen gibt es verschiedene objektsprachliche Implikationen, also Aussageverknüpfungen, die der künstlichen (formalen) Sprache der Logik selbst angehören. Die wichtigste von ihnen ist die materiale Implikation (auch Konditional und Subjunktion genannt), daneben gibt es die intuitionistische Implikation oder Subjunktion und die strikte Implikation. Von diesen zu unterscheiden ist die metasprachliche Implikation, die also nicht der formalen Sprache selbst angehört, sondern ein Mittel ist, um über diese Sprache Aussagen zu treffen. Die metasprachliche Implikation ist auch als Ableitbarkeitsbegriff bekannt. Außerdem gibt es die Implikation als Operator in manchen Programmiersprachen.


Impressum: Hier sollten alle Personen und Adressen gefunden werden können, die für den Internetauftritt einer Seite verantwortlich sind.


Internet: Das Internet (ursprünglich ARPANET) wurde 1972 freigegeben und hat sich seither in einem expotentiellen Wachstum zu einem weltumspannenden Datennetzwerk entwickelt. In den 70er und 80er Jahren wurde es hauptsächlich von der Wissenschaft genutzt, in den 90ern auch von kommerzieller Seite entdeckt.


Lebensweltökonomie: Lebensweltökonomie stellt die erwerbsorientierte Wirtschaftsweise in ihren gesellschaftlichen, ökologischen, historischen, räumlichen und normativen Zusammenhang. Ihren Ausgangs- und Bezugspunkt bilden die Lebenswelt, die in ihr zum Tragen kommenden Handlungsprinzipien, das in ihr zum Ausdruck gebrachte Verständnis vom Wirtschaften, vom Menschen und von der Natur. Lebensweltökonomie macht die spezifischen ökonomischen Charakteristika der Lebenswelt sichtbar und erforscht das Zusammenspiel von Lebenswelt und Ökonomie bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Wirtschaftsweise.


Leitlinien: Anhand dieser kann sich ein Arzt Handlungsempfehlungen ableiten.


Makro-Meso und Mikroebene: Bei Systemen unterscheidet man die Makro- und die Mikroebene: Auf der Makroebene befindet sich das System als Ganzes. Auf der Mikroebene befinden sich die Systemelemente (Land-Region-Familie).


Meritorische Güter: Güter für jeden. Der Begriff meritorisches Gut (meritorisch - veraltet für „verdienstvoll“) bezeichnet in den Wirtschaftswissenschaften ein Gut, von dem angenommen wird, dass es einen größeren Nutzen stiften könnte, als sich in der in freier Marktwirtschaft bestehenden Nachfrage widerspiegelt. Damit wird dessen Förderung durch staatliche Subventionen begründet. Umgekehrt bezeichnet man ein Gut als demeritorisch, wenn dieser Nutzen als geringer angesehen wird und daher die Nachfrage behindert werden sollte. Die Förderung meritorischer Güter wird als Meritorisierung bezeichnet.


Meta-Analysen: Sind Zusammenstellungen und Auswertungen verschiedener Studien.


Morbidität: Morbidität (lat. morbidus „krank“) ist eine statistische Größe in der Medizin. Unter ihr versteht man die Krankheits-Wahrscheinlichkeit eines Individuums bezogen auf eine bestimmte Population, also wie wahrscheinlich es ist, dass ein Individuum einer Population eine bestimmte Krankheit oder Störung entwickelt. Dabei bezeichnet die Prävalenzrate die Anzahl aller erkrankten Individuen und die Inzidenzrate die Anzahl der Neuerkrankungen. Als Mortalität bezeichnet man einen Begriff der Todesursachenstatistik.


Paradigma: Das Wort Paradigma (gr. παράδειγμα parádeigma, aus παρὰ parà „neben“ und δεικνύναι deiknynai „zeigen“, „begreiflich machen“; Plural Paradigmen oder Paradigmata) bedeutet Beispiel, Vorbild, Muster oder Abgrenzung, Vorurteil.In Aristoteles' Rhetorik ist das induktive Argument das Beispiel (paradeigma); in Gegensatz zu anderen induktiven Argumenten wird nicht von besonderen Fällen zu einem allgemeinen übergegangen, sondern von einem besonderen Fall zu einem anderen, wobei beide unter dieselbe Art fallen. = Muster-Regelwerk; was schließe ich aus, vorhandenes Denkmuster, wie versuche ich etwas zu erklären.


Partizipation: Unter Partizipation versteht man die aktive Teilnahme oder Teilhabe von einzelnen Personen oder auch Gruppen an Prozessen. Dies geschieht dadurch, dass die Betroffenen in Maßnahmen der Gesundheitsförderung oder Prävention einbezogen werden, an partnerschaftlichen Verhandlungen beteiligt sind oder eine institutionalisierte Entscheidungsmacht (z.B.: Bürgerinitiativen oder Selbsthilfegruppen) verkörpern. Wirkliche Teilhabe ist aber mehr als nur die Teilnahme an Programmen, die Experten vorbereitet haben. Entscheidende Aspekte von partizipativen Prozessen sind folgende Punkte: die Visionen und Vorstellungen der Betroffenen sind ernst zu nehmen und zu unterstützen und weiters die Entwicklung von Phantasien über die Gestaltung des eigenen Lebens bzw. Umfeldes. Somit kann Partizipation als eine wesentliche Bedingung von Empowerment angesehen werden (Quelle: www.gesundeschule.at/).


Pathogenese/Salutogenese: Die Pathogenese (aus griechischπάθος, páthos „Leiden(schaft), Sucht, Pathos“ und γένεσις, génesis „Entstehung, Schöpfung, Geburt“) beschreibt Entstehung und Entwicklung einer Krankheit mit allen daran beteiligten Faktoren. Der mit naturwissenschaftlichen Methoden erfassbare Ablauf eines Krankheitsprozesses wird auch als Pathomechanismus bezeichnet. Die Ursachen einer Erkrankung hingegen werden in der Ätiologie abgehandelt. Unterschieden wird die kausale von der formalen Pathogenese. Während erstere verkürzt dargestellt die Veranlagung des Individuums zu erkranken meint, bezeichnet die formale Pathogenese die funktionellen und strukturellen Krankheitsprozesse im Individuum. An einem Beispiel eines grippalen Infektes dargestellt: das Virus ist die Ätiologie, die Gesamtsituation in der der sich das Individuum vor Kontakt mit dem Virus befindet die kausale Pathogenese während die entzündlichen Prozesse zur formalen Pathogenese gehören. Die psychosomatische oder personalistische Medizin stellt bei der Entstehung von Krankheiten, neben biologischen, verstärkt psychosoziale Faktoren in den Vordergrund. Sie versteht unter Pathogenese allgemein eine durch Einschränkung der individuellen Handlungsfähigkeit bedingte Leidensentstehung. Ziel dieser Betrachtungsweise ist, Verständnis für die Funktion biopsychischer Regulationsprozesse zu erlangen und patienteneigene Kompensationsfähigkeiten zu fördern.


Pathogenese: ist ein Begriff der die Entstehung und Entwicklung einer Krankheit mit allen daran beteiligten Einflußfaktoren beschreibt. Pathogenese ist auch der Komplementärbegriff zur Salutogenese.


Relatives Risiko: Diese Angabe dient der Beschreibung von möglichen Zusammenhängen zwischen einer Exposition und einem Ereignis. Definiert ist es als die Häufigkeit, in der ein Ereignis bei Angehörigen einer definierten Gruppe auftritt (die ein bestimmtes Merkmal aufweisen (Exposition)), geteilt durch die Ereignishäufigkeit bei jenen Personen die dieses Merkmal nicht besitzen ((Nicht-Exponierte) aus derselben Gruppe).


Reziprozität: In der Soziologie bedeutet der Begriff Gegenseitigkeit, auch Prinzip der Gegenseitigkeit genannt, und stellt ein Grundprinzip menschlichen Handelns dar. Abgeleitet wird dies aus dem Lateinischen (reciprocere bzw. reciprocus) und kann folgende Bedeutungen haben: aufeinander bezüglich gegenseitig wechselseitig im umgekehrten Zusammenhang zueinander stehend.


Salutogenese: Salutogenese ist ein Komplementärbegriff zur Pathogenese und wurde von Aaron Antonovsky (1923 – 1994) geprägt und bedeutet Gesundheitsentstehung (Ursprung: lat. salus = Glück, Unverletztheit, Heil und griech. génesis = Entstehung). Seiner Ansicht nach gilt als zentraler Faktor für Gesundheit der „sense of coherence SOC“ was so viel bedeutet wie „Kohärenzsinn“. Dieser setzt sich aus drei Faktoren zusammen.
Verstehbarkeit (comprehensibility).
Gefühl von Bedeutsamkeit oder Sinnhaftigkeit (meaningfulness).
Handhabbarkeit (manageability).
Laut seinem aufgestellten Salutogenesemodell gibt es keine Dichotomie von Gesundheit und Krankheit, sondern viel mehr zwischen den Polen Gesundheit und Krankheit.(Quelle: http://www.salutogenese-zentrum.de/cms/main/salutogenese-wissenschaft)


Setting: Umgebung, Wirkungsbereich.


Shared Decision Making (SDM) oder auch partizipative Entscheidungsfindung genannt ist eines der am weitesten und am besten operationalisiertesten Konzepte der Patientenbeteiligung. Es handelt sich dabei um ein Konzept, das die Bedürfnisse vieler aber nicht aller Patienten berücksichtigt. In den Bedürfnissen nach Information und Kommunikation unterscheiden sich diese, manche wollen nur gut informiert sein andere aber auch mitentscheiden. Die Kommunikation zwischen den Beteiligten ist dann erfolgreich, wenn sie den Bedürfnissen der Patienten entspricht, zu guten Entscheidungen führt und zu bestmöglichen Behandlungsergebnissen beisteuert. Das Ziel dieser Patientenbeteiligung ist eine möglichst hohe Entscheidungsqualität (Quelle: http://www.patient-im-mittelpunkt.de/).


Somatisch: Somatisch bedeutet: „das, was sich auf den Körper bezieht; körperlich“. Der Begriff leitet sich vom griech. σῶμα, soma (Plural: somata) zur Bezeichnung des Körpers oder des Leibes ab. Somatogen meint demgegenüber „das, was sich vom Körper herleitet“, von ihm kommt oder aus ihm heraus – der wörtlichen Bedeutung der griechischstämmigen Silbe -gen entsprechend – entsteht und somit meist körperlich auch bedingt ist.


Soziokultur: Unter Soziokultur versteht man die Summe aus allen kulturellen, sozialen und politischen Interessen und Bedürfnissen einer Gesellschaft beziehungsweise einer gesellschaftlichen Gruppe. Die Wortverbindung soziokulturell hingegen bezeichnet den engen Zusammenhang zwischen sozialen und kulturellen Aspekten gesellschaftlicher Gruppen und ihren Wertesystemen. Soziokultur ist aber auch ein Fachbegriff der Kulturpolitik. Er bezeichnet hier eine direkte Hinwendung von Akteuren und Kultureinrichtungen zur gesellschaftlichen Wirklichkeit und zum Alltag. Orte von Soziokultur sind vor allem Soziokulturelle Einrichtungen. In der Schweiz hat sich für Professionelle in solchen Einrichtungen der ursprünglich französische Begriff Soziokulturelle Animation eingebürgert.


Sozioökonomie: Die wissenschaftliche Disziplin Sozioökonomie beschäftigt sich mit der Untersuchung von wirtschaftlichen Aktivitäten und ihrem Verhältnis zu gesellschaftlichen Prozessen, um so die soziale Wirklichkeit erklären und beschreiben zu können. Als interdisziplinäre Forschungsrichtung greift sie dabei auf Theorien und Methoden aus einer Vielzahl an weiteren Disziplinen zurück, u.a. auf die Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Geschichtswissenschaft und die Managementtheorie.Aus der Tatsache, dass Sozioökonomie ein relativ junger Spezialbereich der Sozialwissenschaften ist, der sich erst im späten 20.Jahrhundert entwickelt hat, ergibt sich, dass an Hochschulen und Universitäten bisher keine eigenen Institute für Sozioökonomie existieren. In Europa bietet hier die Wirtschaftsuniversität Wien seit dem Studienjahr 2002 die Möglichkeit an Sozioökonomie zu studieren, ab dem Wintersemester 2006 gibt es die Möglichkeit sich im Rahmen eines Volkswirtschaftsstudiums in diesem Bereich zu vertiefen.

 

Suszeptibilität: Unter dem Begriff biologische Suszeptibilität werden alle Phänomene zusammengefasst, die sich auf die mehr oder weniger spezifische Reaktionsfähigkeit biologischen Materials mit meist makromolekularen biotischen oder nichtbiotischen Strukturen beziehen. Umgangssprachlich wird der Begriff mit Empfänglichkeit, Anfälligkeit oder Empfindlichkeit übersetzt (z. B., ob ein Wirt für einen bestimmten Erreger einer Infektionskrankheit empfänglich ist oder ob ein Medikament wirken kann). Gegenbegriff: Resistenz. Im engeren Sinne wird der Begriff im Zusammenhang mit der Beschreibung und Erklärung von Krankheitsursachen verwendet. Dabei spielt die individuelle molekulare Ausstattung für die Reaktion auf verschiedene externe Noxen (z. B. Bakterien, Viren, „Umweltgifte“) eine wichtige Rolle. Die Kenntnis der dafür verantwortlichen molekularen Strukturen ist sowohl für die Erforschung von Krankheitsursachen als auch die Entwicklung entsprechender Medikamente zur Bekämpfung von Krankheiten von hervorragender Bedeutung. Für die unterschiedliche individuelle Suszeptibilität für gleiche Noxen werden u. a. folgende Ursachen genetischen Ursprungs diskutiert:
Suszeptibilitätsgene sind Gene, die die Empfänglichkeit für eine genetische Schädigung und somit auch für Tumore erhöhen. Es gibt eine ganze Reihe von Genen und Enzymen, die laufend damit beschäftigt sind, Fehler in der DNA zu entdecken und zu reparieren. Fehlen diese Gene oder sind sie durch Mutation oder Deletionen inaktiviert, kommt es zu einer Anhäufung von DNA-Fehlern, die dann auch die Protoonkogene und Tumorsuppressorgene betreffen können. Sie dienen der Qualitätskontrolle der DNA und sind somit ein Faktor für Mutation und Chromosomendefekte.


Unter Resilienz (von lateinisch resilire = „zurückspringen, abprallen“, deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) wird die Fähigkeit verstanden, auf die Anforderungen wechselnder Situationen flexibel zu reagieren und auch stressreiche, frustrierende oder sonstwie schwierige Lebenssituationen zu meistern.

Validität: Damit wird angegeben, wie gut eine Studie oder ein Test in der Lage ist, genau das zu messen, was sie zu messen vorgibt.


Vulnerabilität (zu lateinisch vulnus, Wunde) ist ein Fremdwort mit der Bedeutung „Verwundbarkeit“ oder „Verletzbarkeit“. Es findet in verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen Verwendung. In der Psychologie wird Vulnerabilität als das Gegenteil von Resilienz betrachtet. Vulnerable Personen werden besonders leicht emotional verwundet und entwickeln eher psychische Störungen. Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben mehrere vulnerable Phasen, wie zum Beispiel die Pubertät, in denen eine erhöhte Gefahr besteht, eine psychische Störung zu entwickeln.

 

Anmerkung: Viele Definitionen entstammen Wikipedia. Diese Übersicht dient der Verbesserung der Gesundheitskompetenz.
 

Letzte Änderung am Sonntag, 29 Juni 2014 19:51

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